Dienstag, 16. August 2005

Gericht: Christen im Iran nicht verfolgt

Angeblich sind Christen im Iran nicht verfolgt. Dieser Ansicht ist das oberste Verwaltungsgericht in Bayern (Bayerischer Verwaltungsgerichtshof) in einem Urteil vom 07.04.2005. Das Gericht kommt zu dieser Auffassung jedoch durch eine Reihe von nicht mehr nachvollziehbaren Spitzfindigkeiten. Das Gericht ist der Meinung, es sei einem Christen zuzumuten, seinen Glauben nicht zu missionieren. Das Missionieren des Glaubens gehöre nicht zum Kern des Glaubens. Man könne auch Christ sein im stillen Kämmerlein. Dabei versteigt sich das Gericht sogar zu der Forderung, es sei dem Christ zuzumuten, auf die Glaubensbetätigung nach aussen zu verzichten.
Es ist zu vermuten, daß die Mehrheit der gleichen Richter des obersten bayerischen Verwaltungsgerichts sich regelmässig zu Weihnachten und zu anderen Festtagen der katholischen Kirche in Bayern andachtsvoll jene Stellen aus der Heiligen Schrift anhören, die den Christen auffordern, das Werk Gottes und die Botschaft Christi "in alle Welt" zu verbreiten. Merk-würdig nur, daß sie dies in ihrem Urteil für Christen aus dem Iran nicht gelten lassen wollen.