Mittwoch, 14. September 2005

Dürfen Deutsche jeden heiraten?

Eine merkwürdige Frage. Doch nach Ansicht vieler Beamter in zahlreichen Ausländerbehörden sind sie - die Beamten - dazu da, Deutschen, die Ausländer(innen) heiraten wollen, möglichst viele bürokratische und oft auch existenzielle Hindernisse in den Weg zu legen. Anstelle denjenigen zu dienen, von denen sie ihre monatlichen Gutschriften auf ihren Konten erhalten (uns Bürgern), handeln sie oft derart schikanös, daß jeder Anwalt, der öfters mit derartigen Fällen zu tun hat, von zahlreichen verzweifelten Menschen berichten kann. Jüngstes Beispiel: ein deutscher Arbeiter (37) in fester Anstellung, unbescholten, hat eine 24jährige Phillipinin geheiratet. Jetzt soll sie zu ihm nach Deutschland kommen. Anstelle unbürokratisch und so schnell wie möglich das Ehepaar zusammenzubringen, verlangt der Beamte in der Ausländerbehörde zunächst massenweise Papiere: Steuererklärung, Gehaltsbescheinigung, Immobiliennachweis, und so weiter und so fort. Nun will der unbescholtene Deutsche aber dem Beamten nicht jedes Detail seines Lebens preisgeben. Er fragt an, ob nicht ein Brief seines Arbeitgebers ausreicht, daß er seit 17 Jahren (!) in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht. Antwort: nein! Da wünscht man dem deutschen Beamten doch: sollte er selbst sich einmal in eine Ausländerin verlieben und zur Ehe entscheiden, dann möge er an eigenem Schicksal erleben, wie es ist, wenn man Monate auf den Zuzug seiner Ehefrau wartet...