Montag, 16. Januar 2006

Iran: Hoffnung für Flüchtlinge

Die dramatisch sich zuspitzende innen- und außenpolitische Lage Irans führt in den iranischen Exilkreisen zu der Hoffnung, daß die Entscheidung, ob einem Iraner der Flüchtlingsstatus oder Schutz vor Abschiebung gewährt wird, jetzt positiv ausfällt. In Deutschland lebende Iraner weisen in diesen Tagen darauf hin, daß der neue iranische Präsident Ahmadinejad nicht nur zu den Hardlinern gezählt wird, sondern drei ehemalige Geheimdienst- undGefängnischefs zu Ministern in seinem Kabinett ernannte. Ahmadinejad selbst soll sich angeblich damit gebrüstet haben, eigenhändig 1.000 Oppositionelle im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis umgebracht zu haben. Er soll sich selbst der "Mann der 1.000 Schuß" nennen. Iraner, die jetzt und in Zukunft in den Iran abgeschoben werden sollen, befürchten, in die Hände von Leuten zu fallen, die vor nichts zurückschrecken.