Freitag, 14. April 2006

Irak: Widerruf des Asyls

Die deutsche Regierung, vertreten durch das ihr untergeordnete "Bundesamt für Migration und Flüchtlinge", will Iraker, die seit vielen Jahren in Deutschland Schutz gesucht haben, plötzlich in die desolate und lebensgefährliche Hauptstadt Baghdad und in das ganze Land Irak abschieben. Hunderte von Irakern, die sogar als Flüchtlinge hier anerkannt sind, erhalten in den letzten Wochen und Monaten einen sogenannten "Widerruf" ihrer Asylanerkennung. Begründet wird dies mit einer angeblichen "dauerhaften, stabilen, positiven Veränderung" der Umstände im Irak. Wer auch nur ganz oberflächlich die Nachrichten verfolgt, kann über diese Begründung nur aufs höchste verwundert sein: täglich werden im Irak dutzende Menschen getötet; wer seit Jahren in Deutschland lebt und ansonsten keine Familie mehr hat, wird bei einer Abschiebung in den Irak zum jetzigen Zeitpunkt in eine ausweglose, das eigene Leben gefährdende Lage gebracht.
Ich rate allen Irakern, die solche Widerrufsbescheide erhalten, unverzüglich hiergegen Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht zu erheben.