Freitag, 30. Juni 2006

Abschiebungsstop für afghanische Hindus

In einem von RA Sprung betreuten Fall hat das Verwaltungsgericht Hamburg mit einer Entscheidung vom 27.06.2006 (Aktenzeichen 5 AE 306/06) in einem Eilverfahren einen vorläufigen Abschiebungsstop für eine afghanische Familie beschlossen, die der Hindu-Religion angehören. Angesichts der teilweise konträren Auskunftslage bezüglich der Frage, ob Hindus in Afghanistan aus religiösen Gründen diskriminiert sind, vertritt das Gericht die Auffassung, daß diese Fragestellung in einem (noch nicht beendeten) Hauptverfahren eingehend zu klären sind, sodaß die Familie bis zur endgültigen Klärung in Deutschland bleiben darf.