Freitag, 20. Oktober 2006

Afghanische Hindus gefährdet

In der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist die Tatsache, daß in Deutschland nach seriösen Schätzungen mehrere tausend, vielleicht sogar bis zu 10.000 afghanische Flüchtlinge leben, die keine Moslems, sondern Hindus sind. Hindus aber werden von Islamisten aus religiösen Gründen verfolgt. Sie zählen nicht zur "Buchreligion". Noch sind die Herrschaftsstrukturen in Afghanistan nicht stabil. Erneut versuchen die fundamental-islamistischen Taliban, durch Terroranschläge die Verhältnisse zu destabilisieren und langfristig die Macht zurückzuerobern. Unter den ersten Opfern sind nicht nur deutsche Soldaten: Opfer werden "Abtrünnige" sein, darunter auch die Hindus - vor allem, wenn sie vom Islam zum Hinduismus übergetreten sind, gelten sie als besonders gefährdet.
Die afghanischen Hindus in Deutschland sind momentan in Gefahr, entgegen aller offenkundigen Lebensbedrohung in die Rückführungswelle der Bundesländer zu geraten. Hiergegen sollte jeweils im Einzelfall (eine Gesamtlösung für die Gruppe der Hindus ist nicht vorhanden) so schnell wie möglich ein Asylfolgeantrag bzw. ein Antrag auf individuellen Abschiebungsschutz gestellt werden.