Freitag, 20. Oktober 2006

Widerruf des Asyls

Auch im Jahr 2005 hat das Bundesamt die Massenwiderrufsverfahren gegenüber anerkannten Flüchtlingen weiter betrieben. Im Jahr 2005 wurde über 10.000 anerkannten Flüchtlingen der Status widerrufen. Betroffen sind mehrheitlich Flüchtlinge aus dem Irak (ca. 7000 Widerrufe). Mit dem Widerruf verlieren die Betroffenen nicht nur den Flüchtlingsstatus, sondern auch die Sicherheit, im Land bleiben zu dürfen. Sie werden "abschiebungsreif" gemacht. Die Flüchtlingsorganisation PRO ASYL kritisiert diesen skandalösen Umgang mit Flüchtlingen und fordert das Bundesamt auf, die völkerrechtswidrige Praxis einzustellen. PRO ASYL hat mit Unterstützung eines breiten Bündnisses aus Wohlfahrtsorganisationen, Kirchen, Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen eine Broschüre zum Thema Widerrufsverfahren herausgegeben. Fakten, Hintergründe sowie rechtliche Grundlagen können in dieser Broschüre nachgelesen werden. Quelle: www.proasyl.de * PRAXISTIP: In dringenden Fällen den Widerrufs-Bescheid an RA Sprung faxen