Mittwoch, 26. September 2007

Bessere Chancen für Einbürgerungen

Einbürgerungen werden oft verzögert oder unmöglich, wenn die "alte" Staatsangehörigkeit nicht aufgegeben werden kann, weil das zuständige Konsulat des ursprünglichen Heimatstaates die Bearbeitung des sogenannten "Entlassungsantrags" verzögert, verweigert oder an unzumutbare Bedingungen knüpft. Jetzt wurde eine neue Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts veröffentlicht, wonach es künftig leichter sein wird, sich einbürgern zu lassen. Am Beispiel der Kosovo-Albaner entschied das Gericht, daß eine Doppelstaatsangehörigkeit akzeptiert wird (also keine eigenen Bemühungen um Entlassung aus der alten Staatsangehörigkeit verlangt werden), weil die jetzt hierfür zuständigen Behörden in Serbien bzw. die serbische Botschaft in Deutschland die Kosovo-Albaner letztlich schikaniert (Urteil vom 03.05.2007, 5 C 3.06).